Fotos und Texte: Ulrike Lautenschlager
Sonntag, 30.10.2011
Postbote Fiete Jakob ist seit vielen Jahren mit der Post in einer „echten“ Postuniform und einem Postfahrrad im aller besten Zustand unterwegs, ausgestattet mit Klingel und Hupe, von denen er zur
Freude der Kinder oft und gerne Gebrauch macht. Mit dem Postrad transportiert er nicht nur Briefe und Postkarten, sondern auch mehr oder weniger große Pakete – an diesem Tag Eines ohne Adresse
und ohne Absender, was ihn natürlich sofort stutzig macht. Als er dann während seiner Frühstückspause auch noch Geräusche aus dem Paket hört, entschließt er sich, es zu öffnen. Zum Vorschein
kommt eine Bauanleitung für „Karlchen“, einem putzigen kleinen Kerl, der, nachdem er von Fiete zusammengebaut wurde, sehr eigenwillige Vorstellungen vom Umgang mit ihm zum Ausdruck bringt. Und
eines wird sofort klar: Er beabsichtigt, künftig bei Fiete zu bleiben, denn er hat Niemanden, der sich um ihn kümmert. Sogleich hat er Fiete fest „im Griff“, die übliche Posttour nimmt nun einen
ganz anderen Verlauf.
Eine einfache Geschichte für die jüngsten Besucher unserer Kinderveranstaltungen in einer reduzierten Bühne - rund um das besagte Postfahrrad. Die Kinder erlebten das Entstehen einer
Theaterfigur, es wurde ihnen ein leichter Einstieg in die Geschichte durch bekannte Rituale ermöglicht. Die täglich stattfindenden Handlungen wie Anziehen, Zähneputzen, Frühstücken, Pullern und
Einschlafen konnten von den kleinen Zuschauern gut nachvollzogen werden. – Ein schöner Nachmittag, zufriedene Gäste verließen das LaLi.
Freitag, 28.10.2011
In Langenhorn war was los! Zum ersten Mal kam die Norddeutsche Humorband „Die Melker“ auf die Bühne des Lali und das hatte sich schon lange vorher wie ein Lauffeuer in Langenhorn herum
gesprochen. Die Kartennachfrage war schon vor Beginn des Kartenverkaufs riesengroß, entsprechend schnell waren die Karten restlos ausverkauft. Wir bedanken uns sehr bei den Mitarbeitern der
Kartenverkaufsstellen, die dieses Mal auch die undankbare Aufgabe hatten, schon nach kurzer Zeit des Kartenverkaufs den zahlreichen Fans der Melker klar zu machen, dass keine Karten mehr zu haben
waren.
Ja und dann war der Tag endlich gekommen, an dem die Band ihren Auftritt in Langenhorn hatte. Routiniert schnell waren die Vorbereitungen von den Musikern auf der Bühne getätigt, der Soundcheck
aus dem ff erledigt – und die Männer in eine Auszeit wieder verschwunden – das hatten wir ja noch nie, dass alles so zackig vonstatten ging! Daher konnte das ungeduldige Publikum schon früh
eingelassen werden. Unermüdliche Fans der Band hatten sich auf den Weg gemacht, um vielleicht doch noch eine Eintrittskarte zu ergattern, einige hatten tatsächlich Glück, denn aus
Krankheitsgründen wurden Karten zurückgegeben.
Pünktlich fing es an. Alfred, Hans, Peter und Farhad, bekannt als „Die Melker – die Band mit gute Laune Garantie“ betraten die Bühne und legten auch gleich so richtig los. Die gut aufgelegten und
spielfreudigen Melker gaben ihren "Dorfrock - frisch von der Weide" zum Besten und sorgten für allerbeste Stimmung. Ein brechend volles LaLi, wer da war, war begeistert.
Die zwei Spaßvögel Alfred Spohr und Hans Appold machten schon vor 25 Jahren als Mitglieder der Klamaukband "Schulzkes Skandal Trupp" die Hamburger Szene unsicher, hatten ihre ersten TV Auftritte
und brachten ihre ersten Schallplatten heraus. Zusammen mit Peter und Farhad wenden sich die Beiden nun als „DIE MELKER“ speziell der norddeutschen „Humor- und Erlebniswelt“ zu. Sie
präsentieren „die wahre Geschichte des Rock'n'Roll - Songs und Enthüllungen von und über Elvis, Rod Stewart, Howard Carpendale, die Beatles - dazu Erinnerungen an die gute alte Zeit des
Dorf-Rock“ - das Publikum mitten drin. Alfred befand sich höchst selten auf der Bühne, sondern agierte am liebsten entweder in der ersten Reihe ( bevorzugt auf den Stühlen, von denen die Damen
eiligst ihre Handtaschen entfernten), zwischen den Zuschauerreihen oder am Tresen, an dem zu seinem Bedauern jedoch leider der Schnaps fehlte. Von dort wurden auch die Instrumentensoli von Alfred
anmoderiert, mit großer Spielfreude wurde gerockt (Peter, Gitarre – Hans, Schlagzeug und Farhad, Gitarre), das fetzte so richtig und heizte dem Publikum noch mehr ein. Danach machten
sich die „Kenner“ aus der Zuhörerschar bemerkbar und forderten die Band auf, ihre bekanntesten Songs zu spielen: "Was macht der Schwarzenegger da unter meinem Trecker?" „help me melken“, dazu
legten DIE MELKER „eine heiße Gummistiefelsohle auf's Parkett“, getreu ihrem Motto: Dorfrock – frisch von der Weide.
"Die Melker" und das Langenhorner Publikum, das passte!
Sonntag, 25.09.2011
„Ach wie gut das Niemand weiß dass ich Rumpelstilzchen heiß!“ Wer kennt es nicht, das „Grimmsche Märchen“. Am 25. September wurde die Geschichte von der Müllerstochter, die Stroh zu Gold spinnen
sollte, und dem kleinen Männlein Rumpelstilzchen, das ihr dabei half, im LaLi aufgeführt. Die Puppenspieler der Märchenpuppenbühne „Die Sterntaler“ Francis Kenzler und Sabine Braun spielten
dieses Märchen in seiner Originalfassung.
Doch bevor das Märchen begann, wurde zur Einstimmung eine Überraschungsgeschichte aufgeführt. Es war die Geschichte von dem Huhn Henni Penni, dem auf dem Weg zum König der Hahn Gocki Locki
begegnete, der sich entschloss, Henni Penni zu begleiten. Dann trafen sie die Gans Gusi Pusi, den Dachs Dachsi Maxi, das Schwein Picki Micki und den Fuchs Foxi Wozzi, alle schlossen sich den
Beiden an - Doch der schlaue Fuchs wollte natürlich nicht mit den Anderen zum König gehen, sondern er wollte sie aufzufressen. Er versuchte die Tiere in seinen Fuchsbau zu locken, zeigte
ihnen den Eingang und forderte sie auf, ihn in seine Höhle zu folgen. Doch da fiel Henni Penni plötzlich ein, dass sie vergessen hatte, ein Ei zu legen. Sie kehrte schnell zu ihrem Nest in den
Hühnerstall zurück, die anderen Tiere folgten ihr eilig. So kam es, dass der Fuchs vergeblich in seinem Bau auf den ersehnten Schmaus wartete.
Eine einfache, ganz reizende Geschichte, während der die Kinder zum Mitzusingen und klatschen angeregt wurden und nebenbei lernten sie zu zählen – ganz selbstverständlich in englischer Sprache.
Very good! Sie wurden dafür sehr gelobt.
Danach begann die spannende Geschichte vom Rumpelstilzchen, die mit Dreifaden-Marionetten auf einer Landschaftsbühne aus schlichten Naturmaterialien aufgeführt wurde. Die Puppenspieler waren für
die Kinder zu sehen, so dass gerade auch bei etwas ungemütlichen Szenen immer der Kontakt der Spieler zum Publikum bestand. Die liebevoll einfach gestaltete Inszenierung ließ viel Raum für die
Phantasie der Kinder. Sinnlich und zugleich verzaubernd wurden sie in die Welt der Märchen eingeladen - Geige, Flöte, Klangstäbe und Gesang begleiten die Zuschauer durch die Szenen. Ein schöner
Theaternachmittag für die kleinen und großen Gäste.
Freitag, 23.09.2011
Fast zwei Stunden Jazz und Boogie Woogie im LaLi – Henry Heggen, einer der bekanntesten Sänger und Blues-Harpspieler und Günther Brackmann, Blues’n’Boogie-Woogie-Pianist. Die befreundeten Musiker
spielen seit annähernd 30 Jahren zusammen, was ihren Auftritten eine lockere, fast private Atmosphäre verleiht.
Henry Heggen, in Jacksonville (Florida/USA) geboren, ist seit Jahren eine Blues–Sänger-Institution in Deutschland. Die Leidenschaft und Intensität mit der er auf der Bühne steht, brachte ihm auch
den Spitznamen Mr. Natural of the Blues ein. Er wirkte mit seinen Blues’n’Boogie Woogie authentisch und spielte die Bluesharp emotional und intensiv. Mit seiner natürlichen und
liebenswerten Art gelang es dem sympathischen Entertainer, dem Publikum mit seinen Blues- & Boogie-Interpretation zu gefallen.
Günther Brackmann ergänzte Henry Heggen’s Gesang mit seinem kraftvollen und virtuosen Stil. An diesem Abend gelang es den beiden Musikern von Anfang an mühelos, das Publikum in ihren Bann zu
ziehen, der Funken sprang über und zum Schluss hielt es niemanden mehr auf seinem Platz.
Ein besonderer Abend für alle Boogie Woogie & Blues Liebhaber.
Freitag, 25.03.2011
Zum Ausklang der überaus erfolgreichen Kulturmix-Saison 2010/2011 war das Konzert der Jan Fischer Bluesband noch einmal ein Höhepunkt! Blues, Boogie, Ragtime, Rock´n´Roll, das waren die
stilistischen Schwerpunkte des abwechslungsreichen Programms der Band mit Jan Fischer am Klavier und seinen Bühnenpartnern Martin Friedenstab an der Gitarre und Andrew Krell am Kontrabass.
Neben ihren Instrumenten beherrschen die drei Musiker auch den Lead-Gesang hervorragend, was dieses Konzert besonders auszeichnete.
Jan Fischer durchstreift mit Stimme und dem Spiel auf dem Piano die gesamte Blueslandschaft. Klassischen Boogie Woogie, New Orleans Style oder Chicago Blues färbt er mit persönlicher Note, sein
intensiver Kontakt zum Publikum und seine einfühlsame und energische Art am Klavier begeistern dabei nicht allein die Zuhörer, denn er ist ein gefragter Partner namhafter amerikanischer und
deutscher Blues- und Jazzmusiker. Auch hier im Lali hatten wir ihn schon im März 2009 als „Spezial-Guest“ im Konzert von Big Daddy Wilson und Doc Fozz erlebt.
Martin Friedenstab gehört zur ersten Wahl hiesiger Bluesgitarristen, dem es offenbar gelungen ist, seinen eigenen Blues-Sound zu entwickeln. Sein rasantes Gitarrenspiel, seine Soli und der
authentische Gesang wurden vom Publikum gefeiert und ließen seine Liebe zum Mississippi-Blues erkennen.
Andrew Krell ist ganz offenbar Kontrabassist mit Leib und Seele! Seine Spielfreude und seine herausragende Technik begeistert die Zuhörer immer wieder auf’s Neue, der Umgang mit seinem
Instrument, die „percussiven“ Schläge auf die Saiten konnten tatsächlich auch ein Schlagzeug ersetzen. Er zählt sicher zu den besten Bassisten der Szene.
Die Band bescherte dem Publikum im LaLi einen mitreißenden Abend. Ausgefeilte Arrangements, dreistimmiger Gesang, viel Leidenschaft, ordentlich Drive und ein intensiver Publikumskontakt ließen
den Funken überspringen und sorgten für allerbeste Stimmung – vom ersten Moment an.
Ja und wer hätte gedacht, dass es sogar in Langenhorn Talente gibt, die in der Lage sind, sozusagen als „Spezial-Guest“ spontan aufzutreten: Hendrik Südhaus hatte die Band bei anderer Gelegenheit
einmal mit seinem Spiel auf der Mundharmonika ergänzt und konnte sein Können nun auch im LaLi unter Beweis stellen.
Ein gelungener Konzertabend mit einer Band, die mit ungewöhnlicher Spielfreude die Herzen des Langenhorner Publikums im Sturm eroberte.
Sonntag, 27.02.2011
Das Theater Mär präsentierte mit dem "Maulwurf Grabowski" ein Stück, das die kleinen Besucher in seinen Bann zog.
Der kleine Wühler lebt glücklich und zufrieden unter seiner bunten Wiese und buddelt jede Menge Hügel - sehr zum Leidwesen des Bauern. Doch dann zerstören Bagger die Wohnung von Grabowski, denn
auf der Wiese soll ein Hochhaus gebaut werden. Also, was bleibt dem Maulwurf anderes übrig als auszuwandern und sich eine neue Bleibe zu suchen? Auf der Suche besteht Grabowski so manches
Abenteuer.
Das Theater Mär spielt mit sehr einfachen Mitteln, nach dem Motto: "Aus wenig mach viel". „Durch die Einfachheit von Spiel und Ausstattung, die Wärme und das direkte Erleben der Erzählung soll
ein Kontrapunkt zur heutigen Medienüberflutung gesetzt werden, um den kleinen Zuschauern den selten gewordenen Raum zu geben, ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen“.
Dieses ist an diesem Sonntag beeindruckend gelungen. Trotz fast schon überfülltem Zuschauerraum verfolgten die kleinen Leute das Spiel sehr intensiv: mucksmäuschenstill, wenn Grabowski am Abend
den Frieden auf seiner bunten Wiese genoss und der Spieler sein Instrument ganz leise erklingen ließ „wie behaglich, wie geruhsam...“ – doch auch sehr temperamentvoll und laut, wenn sie z. B.
aufgefordert waren mit Gekreische und Getöse für die Geräusche der Baumaschinen auf Grabowskis Wiese zu sorgen. Die o.g. einfache Darstellung und Ausstattung des Stückes beeindruckte die Kinder
und – so war zu hören - inspirierte sie, das Geschehen zu Hause nachzuspielen.
Leider teilten nicht alle Eltern die Begeisterung der Kinder, von ihnen wurde Kritik laut – sie fanden das Spiel zu einfach und haben Spielfiguren vermisst. – Schade, denn den Kindern hat es
gefallen.
Freitag, 25.02.2011
Liebhaber guter Pointen und witziger Dialoge kennen sie seit 30 Jahren: „die antenne”. Ihre Jubiläums-Tournee führte die sechs Damen und sechs Herren erstmalig auch nach Langenhorn, mit
ihrem aktuellen Programm „Erheitern Sie Ihren Horizont!“ eroberten sie das Langenhorner Publikum im ausverkauften LaLi sozusagen im Handumdrehen.
Zu den aktuellen politischen Highlights enthielt ihr Programm auch Höhepunkte aus früheren Aufführungen: Da waren u. a. die Bauern Hinnerk und Claas, die ihre Ansichten über Rinder, Schweine und
Volksvertreter zum Besten gaben, das Damenkränzchen, das sich bei Likör und Butterkuchen über „Männerprofile“ austauschte, es ging um „do you speak deutsch“, um Gesundheitspolitik und die Banker,
die ihre Kunden wie rohe Eier behandeln („man haut sie in die Pfanne“), um Lösungen zu Hartz IV und Antworten zur Erderwärmung, Machenschaften der
Pharmaindustrie und die umweltgerechte Bestattung (Mülltrennung bis zum Ende). Kaum ein Thema wurde ausgelassen, originelle Songs rundeten das Programm ab.
1980 wurde „die antenne“ gegründet, im Rahmen des Kulturkreises Walddörfer in Volksdorf fanden sich Theater- und Literaturliebhaber zusammen, um ein Kabarett zu gründen, „das sowohl Publikum als
auch Akteuren gleichermaßen Spaß machen sollte“. Heute besteht „die antenne“ aus sechs Damen und sechs Herren, aus der Gründerzeit sind noch drei Personen dabei. Der Spaß am Wortwitz und an
einer guten Pointe verbindet sie - Anwältin und Hamburg-Führerin, Hausfrau und den EDV-Fachmann, Richter und Rentner - in ihrem heiteren, aber ernsthaft betriebenen Hobby.
Das Kabarett „die antenne“ wurde im März 2001 mit dem „Wandsbeker Kulturpreis“ geehrt.
Sonntag, 23.01.2011
Weil der Hahn nicht mehr krähen will, die Katze sich nicht mehr für’s Mäusefangen interessiert, der Jagdhund zur Hasenjagd nicht mehr zu gebrauchen ist und dem Esel der Mehlsack des Müllers zu
schwer ist, werden die Tiere von ihrem Zuhause verjagt. Wer will schon so unnütze Gesellen durchfüttern.
Der Hahn beschließt nach Bremen zu gehen, um Stadtmusikant zu werden. Auf dem Weg dorthin trifft er Katrin die Katze und weil sie so schön singen kann, nimmt er sie samt Maus, die von der Katze
„verschont“ blieb, mit. Auch der Hund Leopold schließt sich den beiden an, und als letztes kommt der Esel mit, der sich freut, Freunde gefunden zu haben.
Der Hahn übernimmt mit seiner frechen Klappe die Leitung der Gesellschaft. Schnell wird es dunkel auf dem Weg nach Bremen, die Tiere bekommen Hunger, sie werden müde und ihnen ist kalt. „Lasst
uns ein bisschen kuscheln, dann ist es nicht so schlimm“ sagen sie.
Doch dann sehen sie das Licht des Räuberhauses und vermuten eine gute Übernachtungsmöglichkeit. Dort angekommen, sehen sie durchs Fenster die Räuber am gedeckten Tisch sitzen und beschließen, sie
zu erschrecken und zu verjagen. Ihr Plan gelingt: Sie machen sich ganz groß, indem sie sich Einer auf den Anderen stellen und als die Räuber sie entdecken, sind diese so erschrocken, dass sie
ganz aufgeregt davon laufen.
Die Tiere machen es sich in dem Räuberhaus gemütlich, verspeisen die Köstlichkeiten der Räuber, nebenbei bringen sie sich ein paar Manieren bei, löschen dann das Licht und verteilen sich ihren
Schlafbedürfnissen entsprechend im Haus. Als die ahnungslosen Räuber zurückkommen, erleben sie noch mal eine böse Überraschung und kehren danach nie wieder nach Hause zurück. Die Tiere leben
fortan glücklich in dem gemütlichen Haus und „wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“.
Die Geschichte nach dem Märchen der Gebrüder Grimm wurde vom Theater „Sonswas“ in einer schönen, vom Original abweichenden Inszenierung gezeigt - eine pfiffige Version aus einer Kombination von
Menschen- und ausdrucksstarken Spielfiguren. Den kleinen und großen Zuschauern hat es gut gefallen.
Freitag 21.01.2011
Auf diesen Abend hatten sich die Zuschauer schon sehr gefreut und erschienen zahlreich, um sich auf eine Zeitreise in die Swing Ära der 30er Jahre mitnehmen zu lassen. Die Fördermitglieder und
Sponsoren des Vereins Kulturmix in Langenhorn e.V. wurden an diesem Abend als Gäste besonders willkommen geheißen, als Dank für die Unterstützung des Vereins.
Dann - im Halbdunkel ging ein Zigaretten-Girl mit Bauchladen im Zuschauerraum umher - kamen die „Ballroom Buskers“ auf die Bühne und der Swing begann. Längst vergessene Songs und Swing-Raritäten
wechselten sich mit Evergreens ab und die Spiel- und Tanzszenen entsprachen ganz der Stilistik der frühen "Soundies". Zu sehen waren Originalswingtänze, darunter natürlich der aus dem Charleston
entstandene „Lindy-Hop“, der später auch Jitterbug genannt wurde und der Balboa - die stilechte Garderobe von Tänzern und Musikern rundeten das Bild ab. Allein das Zuschauen war ein großes
Vergnügen.
Die „Ballroom Buskers“ haben sich ganz der New Yorker Swing-Ära verschrieben und brachten das Flair dieser Zeit auf die Bühne - man glaubte sich zurückversetzt in diese Epoche. Aus allen
Himmelsrichtungen waren die Musiker zu diesem Konzert angereist, um das Publikum in eine fast schon vergessene Zeit zu entführen. Es waren Dagmar (Frances) Cohnen – Gesang, Melf Hollmer -
Trompete und Gesang, Kay Franzen am Klavier, Kai Stemmler am Kontrabass und Nils Conrad brillierte am Schlagzeug. Uwe Harm, Gitarre, und Dagmar (Frances) Cohen führten durch das Programm
und für den Augenschmaus sorgten Steffi Fuchs, Martin Bierschenk und Frances Cohnen mit ihren gekonnten Tanzeinlagen.
Die Anhänger des „Swing“ waren von dem Abend begeistert und verließen nach dem Konzert bes(ch)wingt das LaLi.